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Vitadomo (/12039D)

Etablissements médicaux
Bellinzona
Vitadomo

LAGE/GESCHICHTE

Das Vitadomo ist auch bekannt unter dem Namen Turrita. Dies ist ein Übername für Bellinzona, er leitet sich ab von den Türmen der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, die bis heute die Silhouette der Hauptstadt des Kantons Tessin prägen. Die neue Seniorenresidenz der Tertia­num-Gruppe befindet sich zwischen dem Stadtzentrum und dem Kern des nördlichen Vorortes Molinazzo, die durch die Via San Gottardo, die alte Hauptstrasse zum Gotthard-Pass, miteinander verbunden sind.

Die Parzelle erstreckt sich von der Hauptstrasse in westlicher Richtung bis zur Via Ripari Tondi. In wenigen Schrit­ten ist hier der benachbarte Spazierweg entlang des linken Tessinufers erreicht. Das ebene Grundstück im Talboden war zuvor unbebaut, die Altersresidenz leistet somit einen Beitrag an die Verdichtung und die Belebung der Agglomeration zwischen Bellinzona und Arbedo.

KONZEPT/ARCHITEKTUR

Das Konzept der Seniorenresidenz besteht darin, für jede Lebensphase im Alter eine passende Umgebung zu bieten. Deshalb bietet das Vitadomo sowohl 16 1½-Zimmer-, 47 2½-Zimmer- und 9 3½-Zimmer-Wohnun­gen für Seniorinnen und Senioren wie auch ein Pflegewohnhaus mit 30 Einzel-Pflegezimmern an. Hinzu kommen eine Arzt- und Physiotherapie-Praxis, ein betreuter Stütz­punkt der Pro Senectute, ein öffentliches Bistro/Restaurant und ein Mehrzwecksaal.  

Die Mieterinnen und Mieter leben unabhän­gig, wie in gängigen Mehrfamilienhäusern. Sie profitieren aber von maximaler Sicherheit und à-la-carte-Dienstleistungen, die neben der Plegebetreuung auch die Wohnungsrei­nigung oder den Wäscheservice umfassen können. Ausserdem bietet die Residenz ein organisiertes Gemeinschaftsleben mit diver­sen Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Anlage, die ins allgemeine Wegnetz einge­bunden ist, hat teilweise einen öffentlichen Charakter, welcher der ganzen Umgebung zugute kommt und den Austausch mit eben­dieser fördert.  

Das Projekt, errichtet in konventioneller Massivbauweise, besteht aus drei freistehen­den, im Grundriss fünfeckigen Bauten mit Flachdächern. Das Trio ist von einem parkar­tigen Gelände umgeben, eine gemeinsame Einstellhalle stellt im Untergeschoss eine Verbindung zwischen den Häusern her. Die Rampe in diese Halle befindet sich an der rückwärtigen Via Ripari Tondi, zur Via San Gottardo orientiert sich eine direkte, ebenerdige Zufahrt aufs Areal. Sie erschliesst einen kleinen Vorplatz mit Besucherparkplät­zen beim mittleren, dreigeschossigen Ge­bäude. In dessen Erdgeschoss befinden sich die Gemeinschaftsräume, das Bistro und der Empfang des darüberliegenden Pflegeheims. 

Vom Gehsteig der Hauptstrasse sind die Pra­xisräume im Erdgeschoss des fünfgeschossigen östlichen Hauses direkt erschlossen. Über einen gedeckten, ins Volumen integ­rierten Eingangsbereich werden die beiden Treppenhäuser zu den Wohnungen erreicht. Diese Vertikalerschliessungen sind auch von der Seite des kleinen Parks direkt zugänglich. Das westliche Haus, dessen Eingang an der Via Ripari Tondi liegt, ist viergeschossig und dient ausschliesslich zu Wohnzwecken. 

Alle drei Bauten besitzen je zwei zentrale, benachbarte Treppenkerne. Diese verlaufen parallel zu verschiedenen Fassaden der fünfeckigen Umrisse und sind somit zueinander verdreht. Ihre Ausrichtung bestimmt die orthogonale Anordnung der tragenden und trennenden inneren Wandelemente in den betreffenden Gebäudehälften. Dort, wo diese Wandelemente in einem spitzen Winkel auf die umlaufenden Brüstungsbän­der der Fassadenfluchten treffen, öffnen sich keilförmige Loggien. Sie bieten eine herrli­che Aussicht in die nahe Bergwelt.

BESONDERHEITEN

Für die Architektur der Seniorenresidenz war ein angemessener Ausdruck zu finden, der Schlichtheit und Anmut vereint, zudem musste sowohl in den Häusern wie auch im Aussenraum die Barrierefreiheit garantiert werden. Die prägnante Erscheinung von Brüstungen und Deckenstirnen bei den drei horizontal ausgerichteten Häusern wird durch die Putzstruktur und die Farbgebung ihrer Oberflächen den vertrauten Bauten der Region angeglichen. Das Vitadomo zeigt dadurch eine gestalterische Eigenständig­keit und gleichzeitig die vertraute Gelassen­heit und Lebensfreude südalpiner Regionen.  

Die ruhige Serenität vermitteln auch die Oberflächen im Inneren der Häuser: Kera­mikplatten an Boden und Wänden, Glasfasertapeten, Natursteinabdeckungen in der Küche und schlichte, solide Beschläge suggerieren gleichzeitig Anmut und Pflege­leichtigkeit beim Unterhalt der Wohnungen. Die Zurückhaltung bei der Farbgebung in den Wohnungen erlaubt es den Mieterinnen und Mietern, mit eigenen Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen in einem freundli­chen, neutralen Umfeld ein intimes Zuhause zu schaffen. 

Neben der Barrierefreiheit sorgen auch Not­ruftasten in allen Zimmern für die Generatio­nengerechtigkeit des Vitadomo. Sie schaffen die Gewissheit, dass bei Bedarf schnell Hilfe zur Stelle ist. Zu den technischen An­nehmlichkeiten gehören Waschmaschinen auf allen Wohnetagen und Bodenheizungen in allen Wohnräumen.

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