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Google A10, Europaallee (/12050D)

Banque - Administration - Commerce
Zürich
Google A10, Europaallee

LAGE/GESHICHTE

Der globale Internetkonzern Google hat seit 2004 in Zürich (ZH) eine Niederlassung. Der Personalbestand mit Schwerpunkt Engineering wurde seither stetig ausgebaut. Expandiert wird primär im Entwicklungsgebiet Europaallee, einem neuen Quartier mit Mischnutzung neben dem Hauptbahnhof Zürich. Im Zeitraum von vier Jahren sieht das Unternehmen vor, Flächen von insgesamt 60 000 m² zu belegen.

Die erste Etappe betrifft vier Geschosse des Gebäudes Sihlpost. Das 1930 fertiggestellte Bauwerk bildet den Auftakt der Europaallee. Es wurde für diese neue städtebauliche Funktion und eine Mieterschaft, bestehend aus diversen Unternehmen, behutsam saniert. Die Sanierung erhielt das Qualitätslabel «LEED gold Standard». Ein besonderes Merkmal des 123 Meter langen Gebäudekörpers ist die Eisenbetonkonstruktion mit Pilzdecken. Sie wurde vom weltberühmten Ingenieur Robert Maillart geplant.

KONZEPT/ARCHITEKTUR

Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von insgesamt 9 000 m2, die Google mit zwei weiteren Parteien teilt. Der Internetkonzern belegt davon 5 000 m². Für Google wurden Büroflächen für 300 Arbeitsplätze und 26 Sitzungszimmer sowie ein Restaurant, drei Mikroküchen, Pausenräume für informellen Austausch und ein Vortragsraum für rund 100 Personen in die bestehende Struktur eingefügt. Das architektonische Konzept schafft Themenwelten, die an die bisherige Nutzung des Gebäudes erinnern: Postschalterhalle und Spedition. In den Postschalterhalle-Bereichen wurden hochwertig verbaute Holztrennwände mit gerippten Glasfüllungen und Schlosserarbeiten aus Messing eingesetzt. Die Sitzungszimmer befinden sich in Speditionsboxen aus Seekiefer. Sie gliedern die Geschossflächen in ruhige Arbeitsbereiche mit langem Erschliessungskorridor. Unter dem flach geneigten Satteldach, dessen Tragstruktur frei sichtbar ist, erstreckt sich ein Aufenthaltsbereich. Mit seinen Büchergestellen, Loungebereichen und Sofaecken wirkt er wie eine grosse Wohnung.

Die Büros zeichnen sich durch eine grosse Material- und Farbenvielfalt aus, was für viel Abwechslung sorgt. Die Grundstruktur des Gebäudes ist durch geweisste Wände und anthrazitfarben gestrichene Fensterrahmen, Türen und Radiatoren gekennzeichnet. Gumminoppen-Fliesen, Spannteppiche und Parkett zonieren als Bodenbeläge die verschiedenen Bereiche. Naturbelassene Oberflächen, mit Nadelfilz bezogene Blenden, Keramikkacheln und Glastrennwände mit Vorhängen bereichern die Diversität zusätzlich. Die hauptsächlich frei an der Decke geführten Versorgungskanäle verstärken den Eindruck eines Ortes, an dem die Lust am Improvisieren einen hohen Stellenwert hat. Grafiken, grosse Schriftzeichen und eine ausgetüftelte Signaletik unterstützen die Orientierung. Der informelle, oft verspielt wirkende Charakter des Mieterausbaus wird bekräftigt durch eine breite Auswahl an Tischen und Sitzmöbeln, von denen sich manche verschieben lassen. Nichts in diesem ungezwungenen Ambiente deutet darauf hin, dass die Büros über eine komplexe Haustechnik verfügen.

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