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Rolex Learning Center D (21/1785)

Ecole - Eglise
Lausanne
Rolex Learning Center D

LAGE

Eingebettet mitten auf dem Gelände der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne in Ecublens, wurde das Gebäude des Rolex Learning Centers schnell zu einem wichtigen Symbol dieser renommierten und angesehenen Hochschule.

Als Ort der Begegnung und des Austauschs nimmt dieses aussergewöhnliche Bauwerk eine zentrale Stellung ein. Er grenzt an die  Kantonsstrasse, die am Campus EPFL entlangführt.

Mit seinem wellenförmigen Dach und seiner niedrigen und breitflächigen Bauweise springt das Gebäude den Besuchern nicht sofort ins Auge. Erst beim Näher- und Eintreten erahnt man seine Dimensionen. 

PROGRAMM

Das gewollt als Prestigeobjekt realisierte Rolex Learning Center trägt offensichtlich zum Ruf der Hochschule bei und findet international Beachtung.

Die Studierenden haben während 17 von 24 Stunden Zugang zu den Räumlichkeiten. Alles ist darauf angelegt, den Austausch unter den verschiedenen auf dem Campus vertretenen Instituten zu fördern, sei dies bei einem Kaffee, einer Mahlzeit, an einem Seminar oder einem Kurs. Mit seiner Fläche von 20’000 m2 soll das Gebäude beste Durchgängigkeit und grösste Flexibilität erlauben; ganz im Sinn der neuen Studienmethoden und Austauschmöglichkeiten entsprechend der Philosophie und den Zielen der EPFL.

Die Bibliothek mit ihren rund 500‘000 wissenschaftlichen Werken bildet den Hauptteil des Programms. Zu ihr gehören vier Studienbereiche für 860 Studierende, Büros für über 100 Angestellte sowie Lehrbereiche, mit zehn separaten Rückzugsbereichen für Seminare, Gruppenarbeiten und Sitzungen.

Aussergewöhnlich bei diesen Räumlichkeiten sind die fehlenden Wände. Das Gebäude präsentiert sich als ein einziger grosser, fliessender Raum. Wenn Studierende Ruhe haben wollen, treffen sie sich entlang der künstlichen Hügel und Abhänge dieses Raums. Ebenfalls im Gebäude untergebracht sind das Labor CRAFT (Centre de recherche et d’appui pour la formation et ses technologies), ein Amphitheater mit einer 310 m2 grossen Bühne und einem Saal für 600 Personen. Verschiedene Cafeterias und Restaurants runden das Angebot ab.  Aussenhöfe gewährleisten die Verbindung mit den zentralen Sektoren der EPFL und schaffen einen optischen Bezug zu Campus, See und Alpen.

PROJEKT

Das Gebäude ähnelt einer Art Landschaft, in welcher sich der Boden zu einem grossen und einen kleinen Hügel wölbt. Drei flache, ebenerdige Zonen umgeben diese  künstlichen Anhören. Die durchgehend verglasten Fassaden folgen den Wellenbewegungen von Dach- und Bodenplatte. Die Eingänge in den Aussenhöfen erreicht man erst, wenn man die Wölbungen unterquert. Dabei muss keine einzige Stufe überwunden werden. All diese Eigenschaften der aussergewöhnlichen Architektur zeugen von höchsten technologischen Leistungen, in den Bereichen Struktur, Klima, Beleuchtung und Fassaden.
Auf einer Fläche von 121 x 166 m wird das ebenerdige Gebäude von 14 unterschiedlich geformten Aussenhöfen durchdrungen. Zwei Gehäuse aus Beton und elf Gewölbe mit Spannweiten von bis zu 90 m tragen die Konstruktion. Über 1400 Schalelemente mussten mit Laser zugeschnitten werden, um die gewünschten Formen zu erreichen. Von den Fensterelementen, welche die 4‘700 m2 grosse verglaste Fläche bilden, sind 90% auf Mass angefertigte Einzelstücke. Die qualitativ hochstehende Doppelverglasung, das Aufbringen einer 20 cm und 35 cm starken Isolationsschicht auf Dach und Boden sowie zahlreiche weitere Massnahmen waren nur möglich dank modernsten technischen Lösungsansätzen. Das Gebäude ist Minergie  zertifiziert und verzeichnet einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 38,5 kW/m2.

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